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Die
Küchenzwiebel Allium cepa. L. gehört in der Familie der Liliengewächse
zur, Gattung Allium und hier wiederum zur Sektion "Schoenoprasum".
Sie ist zweijährig, d.h. die Pflanze gelangt erst im zweiten Jahr
zur Blüte.
Die
eigentliche Zwiebel bildet sich im ersten Jahr durch Verdickung
der Blattwand an der Basis der Röhrenblätter. Betrachten wir die
Zwiebel nach ihrer Nutzung im vegetativen Stadium, ist sie grundsätzlich
als Langtagspflanze aufzufassen, auch wenn diese Bezeichnung botanisch
nicht ganz korrekt ist. Erst nach Erreichen einer sortenabhängigen
Tageslichtlänge setzt die Verdickung der Blattbasis und damit die
Zwiebelbildung ein. Sogenannte Kurztagssorten, die heute bei uns
als Überwinterungszwiebeln genutzt werden, beginnen mit der
Verdickung der Basis bereits bei ca. 11 Std. Tageslänge, die tradionellen
Langtagssorten erst ab 15 - 16 Std. Belichtungsdauer. In der Zeit
vor Beginn der Zwiebelbildung wird vor allen Dingen Laub, d.h. Assimilationsfläche
gebildet, die Voraussetzung zur Erreichung eines hohen Ertragsniveaus
ist.
Für
den praktischen Anbau bedeutet dies, daß sowohl Winter- als auch
Sommerzwiebeln eine ausreichend lange Zeit vor Erreichen der kritischen
Tageslänge benötigen. Ist diese zu lang bemessen, neigen die Zwiebeln
dazu, verstärkt Starrhälse auszubilden, wie sich am Beispiel einiger
sehr spät reifender Winterzwiebelsorten nachweisen läßt.
Die
Zwiebelbulbe dient als Überdauerungsorgan für kalte und trockene
Perioden und speichert vorwiegend Wasser und erst in zweiter Linie
Reservenährstoffe. Dies bedeutet, nach Trockenreife tritt die Zwiebel
in eine Art Keimruhe, deren Dauer sortenspezifisch unterschiedlich
ist, und die wir zur Lagerung der Zwiebel ausnutzen können. Während
der Keimruhe werden zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktion die
Zwiebelschalen von außen her beginnend nacheinander entleert, wodurch
immer wieder "lose Schalen" entstehen, während die Zwiebel selbst
fest bleibt.
Erst
mit Beginn des Wiederaustreibens setzt ein Nährstoff- und Wasserentzug
in allen Schalen gleichzeitig ein und führt zum Weichwerden der
Zwiebel und damit zum Ende der Lagerfähigkeit. Niedrige Temperaturen
verlängern die Keimruhe, während physikalische Reize wie Bewegung,
Temperaturwechsel, Luftfeuchte-wechsel, Lichteinfluß u.a. die Keimruhe
brechen. Für die Praxis heißt das, im Lager nach Möglichkeit, vor
allem gegen Ende der natürlichen Keimruhe, alle Störungen in der
Kontinuität des Lagerklimas zu vermeiden.
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