|
Um
eine möglichst lange und kontinuierliche Marktbelieferung zu gewährleisten,
sollte ein ausreichender Teil der Ernte eingelagert werden. Voraussetzung
für ein gutes Lagerergebnis ist zunächst die Verwendung geeigneter
Sorten (siehe Aufstellung). Dies umso mehr, als in der Bundesrepublik
die austriebsverhindernde Behandlung mit MH 30 (Maleinsäure-Hydrazid)
verboten ist.
Exaktversuche
zur Ermittlung der optimalen Lagerbedingungen liegen nicht vor.
Die optimale Temperatur wird nach österreichischen, holländischen
und dänischen Erfahrungen mit +/- 0°C angenommen. Da die Zwiebeln
während der Lagerung Wasser abgeben und Wärme produzieren, empfiehlt
sich ein wiederholtes Durchblasen mit Kühlluft (relative Luftfeuchte
65 % - 70 %). Die Kühltemperatur sollte jedoch nicht unter -1° C
liegen, da der Gefrierpunkt der Zwiebel bei etwa -1,5° C liegt.
Wichtig
ist, daß die Temperatur der ins Lager eingeblasenen Luft nicht über
der der Zwiebel liegt, um die Bildung von Schwitzwasser zu vermeiden!
Es empfiehlt sich eine, ständige Lagerüberwachung mit Temperaturfühlern.
Lagerfäule
und Austriebsneigung bedeuten erhöhte biologische Aktivität, was
gleichbedeutend mit einer Temperaturerhöhung ist.
Die
Lagerung selbst erfolgt in Großkisten oder loser Schüttung. Die
bessere Methode wird vorwiegend durch Betriebs- und Vermarktungsstruktur
bestimmt. Lose Schüttung (2 - 3 m max.) läßt sich generell leichter
und genauer belüften. Großkisten wiederum vermeiden ein Übergreifen
von Infektionen, und die Aufnahme von kleineren Mengen aus dem Lager
beeinflußt andere Partien nur wenig. Eine Lagerungsfähigkeit ohne
Kühlmaßnahmen wird im allgemeinen bis max. Februar angenommen. Mit
ausreichender Kühlung lassen sich Zeiten bis April/Mai erzielen.
|