|
ZWIEBELFLIEGE
Je nach Witterung erfolgt die erste Ei-Ablage im April bis
Mai (2. Generation Juli/August). Die Maden fressen im Zwiebelhals
mit meistens schnell nachfolgender Bakterien-Weichfäule (=schwefliger
Geruch). Allgemein übliche, vorbeugende Granulatanwendungen
sollten beibehalten werden,
da Verzicht auf durchgehende
Bekämpfung oder Insektizid Coating am Saatgut schnell zu erneuter
Massenausbreitung führen kann.
|
|
BOTRYTIS-BLATTFLECKEN
Vor allem bei kühlerer und feuchter Witterung treten wetterseitig
beginnend unregelmäßig große, meist längliche, weiße Flecken
auf. Zunächst 1 - 2 mm groß und weißlich-grün mit fließendem
Farbübergang zum gesunden Laub, dann deutlich abgegrenzt und
leicht eingesunken. Schädigung durch Zerstörung der Assimilationsfläche.
Nicht zu verwechseln mit z.B. Hagelschaden (Nachbarkulturen
beobachten).
|
|
NEMATODEN
Fruchtfolgeverengung bewirkt immer häufiger zunehmendes Auftreten
von Stengelälchen (Wirtsplanzen: Erbse, Möhre, Spinat, Vogelmiere,
Vogelknöterich u.a.). Nichtwirtspflanzen: Weizen, Gerste,
Mais, Klee, Luzerne, Salat. Frühsymtome: herdartiges Auftreten
gestauchter
Pflanzen mit verdrehtem, blasig geschwollenem Laub. Später
sind die Zwiebel an der Basis häufig aufgeplatzt. Bekämpfung
ist kaum möglich, außer Bodenentseuchung. Wichtig: Fruchtfolge
beachten.
|
|
MEHLKRANKHEIT
Um die Wurzelscheibe bildet sich weißes Myzel mit schwarzen
Dauerkörpern (0,5 - 1 mm). Der Erreger ist sehr aggressiv
und zerstört nach Befallsbeginn sehr schnell die gesamte Pflanze.
Mehlkrankheit wird nicht vom Wind übertragen, breitet sich
aber im Boden aus und kann hier bis acht Jahre lang überdauern.
Starke
Verseuchung stellt den Zwiebelanbau in Frage.
Wichtig: Geordnete Fruchtfolge und Feldhygiene.
|
THRIPS
Schädigt bei massenhaftem Auftreten (warmes und trockenes Wetter)
durch Zerstörung der Assimilationsfläche.
Da sich der Schädling bei kühler Witterung in die Blattscheide
zurückzieht, ist er auch dort zuerst zu erkennen. Zur Vermeidung
von Massenausbreitung rechtzeitig mit geeigneten Mitteln bekämpfen.
|
|
ZWIEBELHALSFÄULE
Eine Infektion erfolgt meist schon im Zwei- bis Vier-Blatt-Stadium.
Die Symptome bzw. Schäden treten aber erst im Lager auf. Die
äußere Blattschuppe wird im Bereich des Halses grauglasig
und weich. Später entwickelt sich unter der trockenen Schale
grauer Pilzrasen mit nachfolgender Weichfäule. Durch entsprechende
Saatgutkombibeizung ist der Erreger weitgehend bekämpfbar.
|
FALSCHER
MEHLTAU
Bei günstigen Infektionsbedingungen explosionsartige Ausbreitung
im Bestand. Erstes, nesterweises Auftreten ist meist in windgeschützten
Lagen zu beobachten. Lange, ovale, blaßgrüne Aufhellungen zeigen
den Befall an. Häufig ist darauf der graubräunliche Pilzrasen
zu beobachten. Vor allem bei schwüler Wärme, bei bedecktem Himmel
die Bestände häufig kontrollieren. Sonnigtrockene Witterung
hemmt die Entwicklung. Gegenwärtig muß eine vorbeugende Behandlung
mit Kontaktfungiziden wie z.B. Maneb empfohlen werden.
Systematisch wirkende Fungizide sind vorhanden. |
|
ROSA
WURZELFÄULE
Bei sehr warmer Witterung tritt neuerdings häufiger (Fruchtfolge!!)
die bodenübertragene Rosa Wurzelfäule auf. Frühbefall zeigt
sich nach Durchreißen der Wurzel durch rot verfärbte zentrale
Gefäßbündel. Später wird auch die ganze Wurzel rosarot und
stirbt ab. Die Pflanze werden trotz intensiver Neubildung
von Wurzeln sehr stark geschwächt. Die Bekämpfung dieses fusariumverwandten
Erregers ist sehr schwierig.
Rechtzeitige
Bekämpfung sichert Ihren Anbauerfolg. Beobachten Sie genau
Ihre Bestände und fordern Sie im Zweifelsfall rechtzeitig
Beratung an.
|