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Die
Düngung erfordert im Zwiebelanbau besonderes Fingerspitzengefühl,
da hier nicht nur auf Ertrag hin, sondern auch nach Qualitätspunkten
produziert werden muß. Der Nährstoffentzug aus dem Boden, und damit
der Düngerbedarf steigt nahezu linear mit dem Ertrag an und nicht
umgekehrt der Ertrag unbegrenzt durch die Düngung!
Grunddüngung:
Im Herbst bzw. vor der Aussaat im Frühjahr (2 - 3 Wochen) sollten
ca. 100 - 120 kg/ha P2O5
und 150 - 170 kg/ha K2O gegeben werden. Eine
Kalkung ist je nach Versorgungsgrad des Bodens erforderlich.
Der
Einsatz von chloridhaltigen Düngemitteln ist unbedingt zu vermeiden.
WICHTIG:
Ausreichende Magnesiumversorgung (Bodenuntersuchung!)
Besonders
wichtig ist die Bemessung und Steuerung der Stickstoffdüngung. In
der Praxis wird eher überdüngt als eine zu geringe Stickstoffgabe
gegeben.
Der
Düngerbedarf einer Kultur richtet sich immer nach dem Nährstoffentzug.
Unter
Berücksichtigung der Bodenvorräte ist in den oberen 60 cm (Tiefenentzug
der Zwiebel) ein Gesamtnährstoffangebot von ca. 120 - 140 kg N,
50 - 60 kg P2O5 und
180 kg/ha K2O anzustreben.
Je
nach Umfang der notwendigen Ergänzungsdüngung zum Bodenvorrat sollten
zur Aussaat höchstens 50 kg rein N gedüngt werden. Die zweite Stickstoffgabe
umfaßt die restliche Ergänzungsdüngung und muß bis Beginn der Zwiebelbildung
ausgebracht sein.
Eine
zu hohe Stickstoffversorung nach Beginn der Bulbenbildung bewirkt:
keine Ertragssteigerung, Abreifeverzögerung, mastigen Wuchs und
erhöhte Krankheitsanfälligkeit, Verringerung der Festigkeit, Verringerung
der Lagerfähigkeit, lose Schalen = "nackte Zwiebeln"!
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