| WINTERZWIEBELN
Heute
nehmen die Winterzwiebeln ca. 10 % Flächenanteil im Gesamtzwiebelanbau
ein. Grundsätzlich gelten alle Kulturhinweise, wie sie für
Sommerzwiebeln zur Anbautechnik, zu Ernteverfahren, zum Pflanzenschutz
etc. gegeben wurden. Besondere Problemstellungen hinsichtlich
des Winterzwiebelanbaues werden nachstehend erläutert.
Heute
sind fast ausschließlich Hybriden japanischer Herkunft im
Handel, deren Eignung durch intensive Prüfung der Schoßfestigkeit
und Frosthärte in den Anbaugebieten erwiesen wurde (vgl. Sortenbeschreibungen).
Winterzwiebeln müssen ausreichend frosthart und nach Überwinterung
schoßfest sein. Wesentlich stark werden beide Ziele beeinflußt
durch die Wahl der Saatzeit, wobei im weiteren für alle Angaben
eine sofortige Beregnung zum Auflaufen vorausgesetzt wird
und Saatzeit nahezu gleich Keimbeginn zu setzen ist.
Eine frühe Aussaat bedeutet bei Winterzwiebeln nicht gleichzeitig
frühe Ernte. Eine späte Saatzeit bedeutet keine Abreifeverzögerung!
Wichtig ist, daß die Pflanzen bis zum Wachstumsstop Mitte
bis Ende November ausreichend groß sind, um genügend Winterhärte
entwickelt zu haben (Faustregel: bleistiftdick), andererseits
werden bei zu starker Entwicklung bereits Blütenanlagen (z.Zt.
Beginn Bulbenbildung) angelegt. Ein entsprechender Kältereiz
führt dann zum Durchschossen im Folgejahr und zu entsprechenden
Ertragseinbußen sowie Einbußen in der Qualität der Ernteware.
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