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ANBAU
Standort
und Klima
Der Mais ist im Ursprung eine Pflanze wärmerer Klimagebiete mit
hoher Sonnenscheindauer (C4-Pflanze) und verlangt eine gute und
regelmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung. Wie beim Feldmais,
bei dem die Züchtung früherer und angepaßter Hybriden den Ausschlag
zur stürmischen Anbauentwicklung gab, stehen heute auch Zuckermaissorten
mit guter Anbaueignung für Mittel- und Nord-Europa zur Verfügung.
Man kann sagen, daß in allen Gebieten mit Feldmaisanbau Zuckermais
erzeugt werden kann. Dem höheren Anspruch an die Bodentemperatur
zur Keimung ist in Grenzlagen allerdings durch Maßnahmen wie spätere
Aussaat, Jungpflanzenvorkultur bzw. Folienabdeckung Rechnung zu
tragen. Der höhere Anspruch an Bodentemperatur erklärt sich leicht
aus der verringerten Einlagerung von Stärke als Reservestoff in
das Nährgewebe des Kornes, ein Vorgang, der die Triebkraft verringert
und zur Keimung und zügigen Jugendentwicklung gegenüber dem Feldmais
mit ca. 10 Grad Bodentemperatur 12 - 13 Grad im Boden erforderlich
wachsen läßt. Zuckermaissaatgut (Typ "normalsüß" su1) ist relativ
stark geschrumpft und weist im Schnitt ein geringeres Tausendkorngewicht
auf als Feldmais, wobei die Schwankungsbreite von 125 - 250 g reicht.
Noch stärker ist bei extrasüßen Sorten (sh2 - su1) das Korn durch
verringerte Stärkeeinlagerung geschrumpft. Ursache hierfür ist die
stark verlangsamte Umwandlung von Zucker in Stärke. Hier muß also
ein großer Vorteil auf der einen Seite mit einem Nachteil andererseits
gegenüber dem Feldmais erkauft werden. Entsprechend sind die Ansprüche
an Bodentemperatur und Bodenstruktur bei Zuckermais höher als bei
Feldmais. Bei frühen "Risikoaussaaten" ist der Sicherheitszuschlag
bei Bemessung der Saatmenge höher zu bemessen. Den Zusammenhang
zwischen Keimzeit, Keimtemperatur und Triebkraft verdeutlicht die
untenstehende Tabelle:
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| Tabelle |
Bodentemperatur
und Keimgeschwindigkeit |
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| Bodentemperatur |
10 |
15 |
20 |
25 |
40 |
| Tage
bis Aufgang |
22 |
12 |
7 |
3-4 |
0 |
| Triebkfraft* |
15 |
74 |
82 |
84 |
0 |
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| Anmerkung |
min.
Keimtemperatur 10 Grad
max. Keimtemperatur 40 Grad |
| *
eigene Beobachtungen an Handelssaatgut bei x Keimfähigkeit |
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| Der
Aussaatzeitpunkt sollte entsprechend der Tabelle so gewählt werden,
daß die Bodentemperatur zwischen 12 und 13 Grad beträgt. Es ist zur
Aussaat sicherzustellen, daß das Saatbett ausreichend locker und feucht,
aber nicht naß gehalten wird. Um Triebkraftverlusten durch mangelnde
Bodentemperaturen vorzubeugen, werden im allgemeinen Aussaaten ab
Ende der ersten Mai-Dekade empfohlen. Handelssaatgut unserer Sorten
wird gegen Auflaufkrankheiten gebeizt in den Verkehr gebracht (Fungizide).
Selbstverständlich werden für den biologischen Anbau auch ungebeizte
Partien geliefert. |
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Saatstärke
Bei Direktsaatverfahren schwankt die Saatstärke je nach TKG,
Keimfähigkeit und Sorte zwischen 14 und 20 kg/ha. Die nachstehende
Berechnung gibt ein Beispiel zur Bestimmung der benötigten Aussaatmenge.
Beispiel:
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angestrebte
Pflanzenzahl/m² x TKG
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Kg/ha= |
erwarteter
Feldaufgang % |
| Sortenempfehlung: |
7
Pflanzen/m² |
| TKG
(g): |
158 |
| Angegebene
Keimfähigkeit: |
90
% |
| Erwarteter
Feldaufgang: |
80
% |
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7x158
=
80 |
13,82
kg/ha |
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